Energiepolitik —
Auswege aus dem Dilemma?
Donnerstag, 10. September
bis Freitagabend, 11. September 2009
Dreizehntes Weiterbildungsseminar des Forum VERA
In Kooperation mit der WBZ, Weiterbildungszentrale für Mittelschullehrer
Thematik
Der Bedarf an Energie wächst weltweit rasant. Energie wird heute zu 86% aus nicht erneuerbaren und begrenzt vorhandenen Ressourcen gewonnen. Bei der Verbrennung von Kohle, Öl und Gas entsteht C02, das nachweislich erheblich zur Klimaveränderung beiträgt. …
Gemäss IEA werden Indien und China im Jahr 2030 60% des Gesamt-Energiebedarfs für sich in Anspruch nehmen. Die USA, Europa und der Rest der Welt werden sich mit den verbleibenden 40% begnügen müssen. Heute sind die Proportionen genau umgekehrt und noch viel eklatanter: zirka 80% des Energiebedarfs wird von den US (mit rund 50% und Europa mit rund 30%) in Anspruch genommen.
Zudem sind bereits heute 75% der Gas- und Erölreserven verstaatlicht und dürften in den kommenden Jahren bis zu 100% verstaatlicht sein. Und dies in mehrheitlich zentralisierten und politisch instabilen Ländern. Was heisst das für die sicherheitspolitische Lage des Westens und der Welt?
In der Schweiz und Europa dreht sich die Energiedebatte um den zukünftigen Ersatz von Energie. Diskutiert wird nicht nur die Kernenergie sondern auch die zu 85% dominierenden Energieträger wie Kohle und Erdöl sowie die erneuerbaren Energieformen. Der Energiebedarf der Schweiz kann derzeit nur zu knapp 5% durch erneuerbare Energien abgedeckt werden. Die Prognosen der Wissenschaftler sind eher skeptisch, dass dieser Anteil massiv ausgebaut werden kann.
Die Medien mischen in der Energiedebatte kräftig mit. Sie bieten dem Bürger ein breites Spektrum einseitiger Aussagen an: von pro konservativen bis hin zu progressiven Energiestrategien. Niemand ist wirklich in der Lage, sich ein objektives und sachliches Urteil zu bilden. Wie kommuniziert der Lehrer dieses Dilemma im Unterricht. Was heisst das für die Ausbildung und Meinungsbildung der Jugend?
- Die Darstellung der Ist-Situation und Aussichten des Energiebedarfs im politischen Kontext
- Globale Aspekte der Energieversorgung, die Verknappung der Ressourcen führen zu sicherheitspolitischen Konflikten, die je länger je mehr unvermeidlich erscheinen.
- Das Aufzeigen verschiedener Energieträger mit ihren Vor- und Nachteilen insbesondere aus der Sicht der Nachhaltigkeit und Energiedichte
- Diskussion der Möglichkeiten für Lehrpersonen in der Energiedebatte ein ausgewogenes Bild zu vermitteln und die Schüler zu differenziert denkenden Menschen zu bilden.
- Prof. Andreas Wenger, Leiter des Instituts für Sicherheitspolitik und Konfliktanalyse der
ETH Zürich - Prof. Dr. Alexander Wokaun, Paul Scherrer Institut
- Dr. Marco Berg, Geschäftsführer Stiftung Klimarappen
- Dr. Peter Wiedemann, Forschungsgruppe MUT, Forschungszentrum Jülich
- Prof. Joël Mesot, Direktor PSI
- Ludwig Hasler, Physiker, Philosoph und Publizist .. u.a.m.
