Radioaktivät —

Bedrohung oder harmloses Naturphänomen?

Vierzehntes Weiterbildungsseminar des Forum VERA

Thematik

Die Entsorgung radioaktiver Abfälle in der Schweiz ist politisch aktueller denn je. Wissenschaftler, Behörden, Politik, Elektrizitätswirtschaft arbeiten zielgerichtet darauf hin. Phänomene, die man weder sehen, noch riechen, geschweige denn fassen kann, lösen oft Vorbehalte und Ängste bei den Menschen aus. Radioaktivität ist ein solches Phänomen.

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Radioaktivität kann zwar Krankheit oder sogar Tod bewirken, aber sie hat auch sehr wertvolle positive Eigenschaften und wird deshalb im Gesundheitswesen eingesetzt: Die Nuklearmedizin beispielsweise heilt Tumore mithilfe von hochenergetischer Strahlung. Zudem ist Radioaktivität ein ganz normales Naturphänomen. In allen Regionen der Welt gibt es eine mehr oder minder hohe natürliche ionisierende Strahlung, die teilweise weit über die in Sicherheitsvorschriften definierten Werte hinausgeht.

Das vierzehnte Weiterbildungsseminar des Forum VERA setzt deshalb den Akzent auf dieses auch für den Unterricht hochaktuelle und wichtige Thema. Exkursionen in ein grosses Universitätsspital und die Vorstellung der Tätigkeiten des Schweizerischen Fachinstituts für den Schutz vor atomaren, biologischen und chemischen (ABC) Bedrohungen und Gefahren zeigen Aspekte auf, deren sich die Öffentlichkeit häufig nicht bewusst ist. Zudem werden Lerninhalte und –materialien aufgezeigt, die im Unterricht eingesetzt werden können. Diskussionen sind geplant und erwünscht, damit die Teilnehmenden Ihre Sicht, Zweifel und Anliegen einbringen können.

Zielsetzung

Diskussion konkreter Beispiele mit Experten zu folgenden Fragestellungen:

  • Das ist Radioaktivität? Wie wirkt sie sich auf lebende Organismen aus?
  • Gibt es fassbare minimale Grenzwerte?
  • Wo und wie entsteht Radioaktivität?
  • Welche positiven und welche gefährlichen Auswirkungen hat Radioaktivität?

Präsentation von Lernkoffern und Messgeräten, die sich für den Einsatz im Unterricht eignen.

Auszug aus der Referentenliste
  • Kathy Riklin, Nationalrätin
  • Dr. Urs Frick, Geochemiker
  • Prof. Dr. Henning von Philipsborn, Universität Regensburg
  • Dr. Dario Terribilini, Universitätsklinik für Radio-Onkologie, Abteilung für medizinische Strahlenphysik des Inselspital Bern
  • Dr. Anton von Gunten, BKW, Kernkraftwerk Mühleberg
  • Dr. Fréderic Corminboeuf, Universitätsklinik für Nuklearmedizin, Inselspital Bern
  • Dr. Peter Roder, Bundesamt für Bevölkerungsschutz BABS
  • Dr. Piet Zuidema, NAGRA
  • Sabine von Stockar, Schweizerische Energie-Stifung SES
  • Dr. Felix Altorfer, ENSI Eidgenössisches Nuklear-Sicherheitsinspektorat
  • Prof. Dr. Walter Wildi, Universität Genf und andere

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