Energieszene Schweiz 2030

Freitag Morgen, 23. September bis
Samstag Nachmittag, 24. September 2011

Fünfzehntes Weiterbildungsseminar des Forum VERA

Thematik

Seit Jahrzehnten wächst der Energiebedarf weltweit als Folge der zunehmenden Bevölkerung, der konstant wachsenden Mobilität, der intensiveren Nutzung der Elektronik und des steigenden Konsums. Auf globaler Ebene sind neue aufstrebende Länder präsent, die das Lebensniveau der Industrienationen des Westens sowie deren Lebensstil nachahmen und den Energiebedarf massiv erhöhen. Immer noch sind die USA bei weitem und Europa in etwas kleinerem Masse die grössten Energiekonsumenten. Doch China hat bereits aufgeholt und auch Indien und zahlreiche ehemalige Schwellenländer wie Korea, Indonesien oder Vietnam werden demnächst den Pro-Kopf-Konsum der westlichen Staaten erreicht haben, respektive übertreffen.

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Die reiche Schweiz kann es sich leisten, in „teure“ Energien zu investieren, wie z.B. Photovoltaik, Kernenergie, Windenergie oder Geothermie. Die Promotoren der einzelnen Energiearten sind alle daran interessiert, ihre Technologie als die Beste und Umweltschonendste zu profilieren. Sie alle argumentieren ausschliesslich im Interesse der Energieart, die sie vertreten. Denn es geht um sehr viel Geld. Es geht aber auch um politische Gruppierungen, die einseitig ihren Standpunkt vertreten. Wie soll sich der Bürger, die Bürgerin eine objektive Meinung bilden?

Die Produktion von Energie – gleich welcher Provenienz - generiert Kosten, aber auch der Betrieb und die Entsorgung der Abfälle (auch erneuerbare Energien verursachen Abfälle) generieren Kosten. Jede Energieart hat ihre Vor- und Nachteile. Nachteile werden jedoch in der Regel nur für bestimmte  Energien wie z.B. Gas oder Kernenergie thematisiert.

Das 15. Weiterbildungsseminar des Forum VERA möchte dazu beitragen, ein möglichst ausgewogenes und objektives Bild über die in der Schweiz zur Diskussion stehenden Energiearten zu vermitteln und den Teilnehmenden Grundlagen zu geben, wie sie dieses für unser Land hochaktuelle und zentrale Thema in den Unterricht einbauen können.

Zielsetzung

Diskussion konkreter Beispiele mit Experten zu folgenden Fragestellungen:

 

  • Welche Energien brauchen wir für die Zukunft? Was sind die Gründe?
  • Wie wird transparente, objektive Information möglich? Gibt es sie überhaupt?
  • Welche/r Kosten/Nutzen entstehen je nach gewähltem Szenario? 
  • Wie sollen sie finanziert werden? 
  • Wie lässt sich eine möglichst objektive Information zum Thema Energie vermitteln?
Auszug aus der Referentenliste
  • Prof. Dr. Franz Baumgartner, ZHAW
  • Prof. Dr. Lino Guzzella, Departement Maschinenbau und Verfahrenstechnik der ETH Zürich
  • Dr. Stefan Hirschberg, Labor für Energiesystem-Analysen, Paul Scherrer Institut
  • Prof. Dr. Hanspeter Kriesi, Institut für Politikwissenschaften der Universität Zürich
  • Prof. em. Frank Klötzli
  • Prof. em. Christian Pfister,  Oeschger Zentrum für Klimaforschung, Universität Bern
  • Andreas Rieben, Jobst Willers AG, Bern
  • Dr. Roland Wyss, GEOTHERMIE.CH, Schweizerische Vereinigung für Geothermie SVG und andere

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